Schon komisch
Steinmeier - Außenminister for ever

Die Luxemburger können sich auf Französisch, Deutsch oder Lëtzebuergesch verständigen. Luxemburgisch sehen wir oft nur als Dialekt an, och gëtt Lëtzebuergesch a vill méi Situatioune gebraucht, wéi dat bei engem Dialekt de Fall wier.
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Allerdings: Die Luxemburger verstehen zwar, wie man östlich und westlich des Rheins redet, manchmal begreifen sie aber nicht ganz, wie beide Nachbarn denken. So ist ihr Außenminister auf eine Idee von französischer Raffinesse gekommen, die aber Berlin überfordert: Frank-Walter Steinmeier soll EU-Außenminister werden. Nicolas Sarkozy würde eine solche Idee sofort aufgreifen. Er hat zuhauf Sozialisten in Regierungsämter befördert, um die Opposition zu schwächen, indem er ihre guten Leute an seiner Präsidentenbrust zerdrückt.

Angela Merkel würde nicht einmal fremdeln. Schließlich haben die beiden sich so gut verstanden, dass sie beim besten Willen nicht gegeneinander Wahlkampf führen konnten. Steinmeier wäre auch froh, denn der SPD dient er nur noch als Sündenbock. Warum also klappt es nicht? Weil Westerwelle dann maulen würde. Auf Deutsch, Englisch und vielleicht sogar auf Lëtzebuergesch.

Thomas Hanke
Thomas Hanke
Handelsblatt / Korrespondent in Paris

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