Staatsfinanzen
Russlands Ölverkäufe sind ein Armutszeugnis

Die russischen Ölverkäufe wirken wie ein Akt der Verzweiflung. Vor dem Hintergrund einer schweren Rezession und ihrer Folgen versucht Russland so viel Öl zu verkaufen, wie nur irgend möglich. Der Mangel an echten Reformen und das Unvermögen, die Wirtschaft über den Rohstoffsektor hinaus zu diversifizieren, haben die Regierung in die Zwickmühle gebracht.

Mit den neu gewonnenen Freunden verdirbt es sich Russland schon wieder. Als Öl im vergangenen Dezember zu Preisen um die 40 Dollar pro Barrel gehandelt wurde, startete Russland eine Charme-Offensive, um näher an die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) heranzurücken. Das Land bekannte sich zu den Plänen des Kartells, die Produktion zu kürzen, um damit die Preise wieder nach oben zu treiben.

Aber schon weniger als ein Jahr später hat Russland Saudi-Arabien als weltgrößten Ölexporteur überholt und verkauft jeden Barrel Öl, den es nur loswerden kann, um aus dem Preis von 70 Dollar seinen Vorteil zu schlagen. Die Opec-Mitglieder sind...

 
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