Was vom Tage bleibt
Auf nach Griechenland!

Die Deutsche Bank kämpft vor Gericht – auch zehn Jahre nach dem vermeintlich verwerflichen Interview des Ex-Chefs. Ein Konsumgüterriese bekennt sich zu Griechenland. Und unsere Leser lassen uns staunen. Der Tagesbericht.
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Guten Abend,

Juristischer Kampf

Die Erben des Medienimperiums von Leo Kirch und die Deutsche Bank haben sich heute vor dem Münchener Oberlandesgericht ein heißes Gefecht geliefert. Überraschend – für beide Seiten – sprang Ex-Kirch-Finanzchef Brian Cook der Deutschen Bank zur Seite und teilte die Einschätzung, dass der ehemalige Bank-Chef Rolf Breuer nicht für den Zusammenbruch des Fernsehsenders verantwortlich gewesen sei. Doch seine Einlassung wurde von Gericht nicht zugelassen. Wie teuer die Sache für die Deutsche Bank werden kann, war am Montag weiter unklar. Eine unendliche Geschichte.

Kein Persilschein

Für seinen entschlossenen Führungsstil wird Henkel-Vorstandschef Kasper Rorsted meist gelobt. Doch als er heute in London die jüngsten Geschäftszahlen erklärte und die mittelfristigen Ziele des Waschmittel- und Klebstoffkonzerns ankündigte, wirkte er abgekämpft und müde. Zwar soll der Konzern im Jahr 2016 satte 3,5 Milliarden Euro mehr umsetzen. Doch die Anleger reagierten zunächst mit hektischen Verkäufen der Henkel-Aktie, die etwa fünf Prozent verlor. Zu wenig ehrgeizig scheinen die Gewinnziele. Rorsted wird sich strecken müssen.

Gegen den Trend

Mutige Unternehmer zeichnen sich dadurch aus, auch einmal gegen die herrschende Meinung zu treffen. Sogar in Großkonzernen gibt es manchmal solche Lichtblicke. So hat der Konsumgüterkonzern Unilever in dieser Woche ein echtes Bekenntnis zum Standort Griechenland gegeben und die Produktion dort deutlich ausgeweitet. Ein beachtlicher Schritt.

Wohl eher andersherum

In der Krise sei die Commerzbank mit ihren Kunden gemeinsam durch dick und dünn gegangen, meinte heute der Chef der Commerzbank-Mittelstandsbank, Markus Beumer. Ein Kollege raunte: Das war wohl eher umgekehrt. Da ist etwas dran.

Fleißige Leser

Wir sind baff. Bis Mitte Januar sammeln wir noch Fotos für unser Experiment. Gemeinsamen mit Ihnen wollen wir erheben, wie schnell sich aus den Überresten des einstigen Schlecker-Drogerieimperiums etwas Neues entwickelt. Dutzende Bilder haben wir bereits erhalten und einige heute hier zusammengestellt, Ihre gesamten bisherigen Zulieferungen gibt es auf unserer Karte. Wir freuen uns über so viel Einsatz. Machen Sie weiter so, es gibt noch genügend weiße Flecken.

Ein Wochenende mit fotografischem Gespür wünscht

Martin Dowideit

Der Autor auf Twitter: @MDowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Auf nach Griechenland!"

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  • Ihr werdet euch noch umkieken, Rep. Diese Merkel wird mit ihren Geschwätz noch ganz Europa aufmischen. Die Russen lachen sich schon jetzt ins Fäustchen.

  • "Auf nach Griechenland" - zuviel Ouzo oder Metxa?

  • Die verlogene Außenpolitik der deutschen Regierung kommt nicht nur in Bezug auf Griechenland zum Ausdruck. "Israel hat ein Recht auf 'Selbstverdeitigung'....schlichtweg unerträglich diese Duo 'Merkel/ Westerwelle'. Hoffentlich liest Putin ihr mal die Leviten uns stellt Deutschland/die EU vor die Wahl. Entweder bekommt Russland seine Chance in Griechenland oder Gashahn zu.

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