Was vom Tage bleibt
Auf zu neuen Wegen

Düsseldorf nimmt die 600.000er-Marke, Fortuna will endlich aufsteigen und die große Schleife kommt an den Rhein. Die Schweiz sucht den neuen Wilhelm Tell, das Tessin bekommt den großen Anschluss. Der Blick nach vorn.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Klein, aber mit ordentlichem Wachstum
Düsseldorf zählt inzwischen schon mehr als 600.000 Einwohner, Tendenz weiter steigend. Wegen ihres wirtschaftlichen Erfolges lockt die Stadt immer mehr Neubürger an, der anhaltend starke Wohnungsbau ist der beste Beweis dafür. Die Stadt am Rhein gehört in Deutschland nicht zu den ganz großen, dafür aber zu den bedeutenden Metropolen. Wer in der Bundesrepublik etwas bewegen will, der macht das gern in Düsseldorf, wo die Lebensqualität stimmt. Eine Stadt, in der es lohnt zu leben. Kurze Abstecher an andere Orte sind allerdings ausdrücklich erlaubt.

Der zähe Kick
Zugegeben, mit dem Fußball tut sich Düsseldorf schwer. Da gibt es Städte in unmittelbarer Nachbarschaft, die im Spiel mit dem runden Leder deutlich mehr Erfolge aufweisen können. Die Fortuna, die erste Adresse in der Landeshauptstadt, hat ein Problem mit der Konstanz und sorgt mit ihren launischen Ausschlägen nach oben und nach unten für große Überraschungen. Jetzt hat wieder einmal ein neuer Trainer begonnen, und dieser neue Coach wird es jetzt ganz bestimmt schaffen. Aufstieg in die erste Liga? In der laufenden Saison ist das zwar nicht mehr zu erreichen. Aber man muss nur lang genug hier bleiben – irgendwann klappt es, vielleicht auch mit einem Schweizer Spieler.

Das große Rennen

International kann Düsseldorf auf sportlicher Ebene wunderbar glänzen. Für das nächste Jahr hat es „Klein-Paris“ doch tatsächlich geschafft, Austragungsort der „Tour de France“ zu werden. Im Sommer 2017 kommt die Weltelite der Radfahrer an den Rhein und startet mit dem Prolog zum längsten und schwierigsten Straßenrennen der Welt. Der Start der Tour wird für Düsseldorf zu einer wunderbaren Bühne, auf der sich die Stadt bestens präsentieren kann. Mit dem, das sie am besten beherrscht und für das sie Anerkennung in der ganzen Welt findet. 2017 geht es mit Düsseldorf stark voran – man sollte vielleicht hier sein?

Wieder Wilhelm Tell?
Wen es nicht in Düsseldorf hält, der muss sein Glück an anderer Stelle suchen. Wo? Warum nicht in der Schweiz? Die Lebensqualität ist hoch (die Preise zwar auch), aber insbesondere die Deutschen können es dort aushalten. Ganz stolz sind die Schweizer auf ihren Notenbank-Chef, weil er ihren Franken aus der Umklammerung durch den doch so mächtigen Euro befreit hat. So mancher meint sogar, dass der oberste Währungshüter den Titel „Wilhelm Tell, der Zweite“ verdient hätte. Wer etwa aus Deutschland in die Schweiz kommt, hat damit einen ungefähren Maßstab, eine Messlatte für großen Erfolg bei den Eidgenossen. Warum nicht also auch als Ausländer zum dritten Wilhelm Tell werden?

Die neue Röhre

Wer in der Schweiz (viel) arbeitet, der braucht selbstverständlich etwas Ruhe. Besonders gilt das für jemanden, der in Zürich und Umgebung lebt und agiert. Zürich ist zwar nicht New York, kann aber trotzdem manchmal ziemlich anstrengend sein. Erholung und Abwechslung sind dann angesagt, warum nicht in einem Refugium im italienisch-sprachigen Landesteil im Tessin? Zudem gibt es auch Pläne, die Tunnelverbindung zu diesem kleinen Paradies auf Erden mächtig aufzustocken. Künftig dürfte der Weg von Zürich ins Tessin zeitlich also deutlich kürzer werden. Vor diesem Hintergrund darf man sich für die Schweiz entscheiden – natürlich lässt es sich dort leben. Die Schweiz ist nah aus unserer deutschen Sicht, und vielleicht gibt es doch in nicht allzu weit entfernter Zukunft ein Zurück. Wir werden sehen.

Viel Spaß auf jeden Fall dort unten – aber bitte auf gar keinen Fall die lustigen Düsseldorfer vergessen. Es verabschiedet ganz herzlich

Stefan Menzel

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie
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