Was vom Tage bleibt
Die große Erschütterung

Ein Skandal sondergleichen rüttelt Deutschland auf, Italien bekommt eine neue Regierung. Belgien trifft eine harte Entscheidung, die Commerzbank schafft eine neue Etappe und in Sotschi regnet es Gold. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Die falsche Liga

Es sind noch viele Fragen offen, nur die ersten kleineren Details kennen wir. Aber die Ermittlungen gegen den früheren SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy haben alle Aussichten, zu einer ausgewachsenen Staatsaffäre zu werden. Wenn es stimmt, dass der frühere Innenminister Friedrich die Ermittlungen der Staatsanwälte behindert hat, dann wäre das ein Skandal sondergleichen. Deutschland würde dann in einer Liga von Staaten mitspielen, mit der wir eigentlich nichts zu tun haben wollen. Der Balkan lässt grüßen!

Der Nächste bitte

Eigentlich ist es nichts Neues: Italien bekommt eine neue Regierung. In Rom gehört es fast schon zum guten Ton, dass sich die Regierungschefs in regelmäßigen und vor allem kurzen Abständen die Türklinke in die Hand geben. In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage ist es allerdings ein absolutes Unding, dass Premier Letta schon wieder gehen muss. Und das nur wegen eines innerparteilichen Streits unter den Linken. Italien, so schafft man kein Vertrauen.

Mutige Belgier

In dieser Frage gibt es kein wahr oder falsch, kein Ja oder Nein. Belgien hat sich als erstes Land in Europa dafür entschieden, dass es auch bei Kindern Sterbehilfe geben darf. Niemand möchte in der Haut von Eltern stecken, deren Kinder an Krebs erkranken. Es ist einfach nur eine unendliche traurige Geschichte, die ich niemandem wünsche. Aber trotzdem müssen auch in einer solchen Situation rationale Entscheidungen getroffen werden. Und wenn die Belgier jetzt das Leid schwer erkrankter Kinder verkürzen wollen, dann scheint mir das der richtige Weg zu sein.

Auf dem Weg der Erholung

Commerzbank-Chef Blessing hat einen ordentlichen Tag hinter sich. Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus schreibt wieder schwarze Zahlen. Mit 78 Millionen Euro ist es nicht besonders viel geworden, aber besser als gar nichts. Die Commerzbank-Aktie hat daraufhin am Donnerstag gleich stärker als der Dax zugelegt. Es sieht danach aus, als ob die Commerzbank ganz langsam wieder Boden unter die Füße bekommen würde. Die Hoffnung ist da, eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft dürfte ihr Übriges beisteuern.

Güldener Glanz

Die Bilanz nach einer knappen Woche Olympischer Winterspiele fällt aus deutscher Sicht unerwartet positiv aus: Mit zehn Medaillen, davon sieben goldenen, führt das deutsche Team mit ordentlichem Abstand in der Nationenwertung. Die Spiele in Sotschi sind zwar noch lange nicht beendet, es kann noch eine ganze Menge passieren. Aber nehmen wir diesen guten Zwischenstand doch erst einmal so mit: Unser Land ist im Wintersport spitze, prima!

Einen schönen Abend und noch weitere Medaillen wünscht Ihnen

Stefan Menzel

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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