Wird Google zum Sovereign Wealth Fund?
Grünes Google

Aus der Suchmaschine sprudelt Cash wie aus einer Ölquelle in Abu Dhabi. Als neuestes Investitionsobjekt für die anlagesuchenden Mittel hat Google jetzt die grüne Energie entdeckt.

Wird Google zum Sovereign Wealth Fund? Aus der Suchmaschine sprudelt das Geld schneller als aus einer Ölquelle in Abu Dhabi. Scheichs legen ihren Reichtum bevorzugt in amerikanischen Bankbeteiligungen und Touristenfallen an, die Wachsmodelle von Mahatma Ghandi enthalten. Google scheint bei der Wahl der Wiederanlageobjekte für seine überschüssigen Mittel kaum selektiver vorzugehen. Die jüngste Idee ist ein alternatives Energieprogamm, das sich hinter dem Kürzel RE

Es ist offensichtlich, woran Googles innere Kreise interessiert sind. Die Technik auf diesem Gebiet entwickelt sich schnell und verringert die Produktionskosten. Der politische Druck hinter den alternativen Energien wächst noch schneller. Beide Faktoren zusammengenommen führen zu sinkenden Kosten für erneuerbare Energien – vielleicht unterschreiten sie die Preise der fossilen Energieträger noch nicht in einigen Jahren, wie Googles Mitbegründer Larry Page hofft, dafür aber sicher in einigen Dekaden. Der Wandel auf dem Energiesektor wird ohne Zweifel in hohem Maße Wohlstand schaffen – und vernichten –, und Google will nicht auf der Verliererseite stehen. Hinzu kommt; Ehrgeiz ist der Treibstoff in Silicon Valley. Und Google ist der Inbegriff dieser Kultur.

In der Zwischenzeit besteht allerdings die Gefahr, dass Google die Innovationsmaschinerie mit Investitionen in jede Richtung überflutet, angefangen von individualisierter Biotechnologie bis hin zu Weltraumflügen. Und wie schon bei diesen Initiativen stellt sich die Frage, worin besteht Googles komparativer Vorteil bei den erneuerbaren Energien? Es gibt keinen, lautet die offensichtliche Antwort. Wäre das Unternehmen eine staatliche Fondsgesellschaft, so sei es drum. Aber Aktionäre, die in Google-Aktien investieren, kaufen keinen Risikokapitalfonds. Und sie wollen wohl auch nicht, dass Page und andere Verantwortliche ihre Zeit oder Googles Cash in einen Haufen Liebhaberprojekte investieren. Streut man das Unternehmen und die Anstrengungen der Gründer zu dünn, könnte wenig mehr zustande kommen als die Hybris der Gründer zu befriedigen.

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