Airbus
Hamburg atmet auf

Das war ein guter Tag für Airbus: Chinesen und eine US-Billigfluggesellschaft kaufen insgesamt 215 Airbusse aus der A320- Familie.

Der Flugzeughersteller, der jüngst die Auslieferung des Riesenairbusses A380 erneut verschieben musste und vor harten Einschnitten steht, atmet kurz auf. Das gilt vor allem für den Airbus-Standort Hamburg, wo viele Beschäftigte um ihren Job zittern. Und das gilt auch, wenn die A320 demnächst in China gefertigt werden soll, wie Europäer und Chinesen es jetzt vereinbart haben. Hamburg ist die A320-Stadt. Die 12000 Airbus-Beschäftigten an der Elbe leben in erster Linie von dem Kurzstreckenflugzeug. Denn das ist bei den Fluggesellschaften sehr beliebt. Billigflieger schätzen die geringen Unterhaltskosten. Chinesen und Inder fliegen lieber kurze Strecken, anstatt sich über die holprigen Pfade ihrer Infrastruktur zu quälen.

So stapeln sich mittlerweile 1500 Bestellungen für die A320, die weder Hamburg noch Toulouse als zweiter Fertigungsstandort abarbeiten können. Derzeit fährt Airbus die Produktion hoch, demnächst sollen 34 Maschinen pro Monat gebaut werden. In China werden es vier pro Monat sein, wenn die Fabrik ab 2009 produziert. Gemessen am Auftragsberg, ist das eine symbolische Menge.

Das wird sich auf lange Sicht ändern. Denn derzeit produziert Airbus ausschließlich im Euro-Raum. Doch die meisten Kunden sitzen in Asien, und Flugzeuge werden in Dollar abgerechnet. Das jüngst beschlossene Sanierungsprogramm „Power8“ soll mehr Wertschöpfung in den Dollar-Raum verlagern. Das wird zunächst Zulieferer und Komponentenwerke treffen, Hamburg wird glimpflich davonkommen. Politischem Druck und dem Erfolg der A320 sei Dank. Eine Garantie für das nächste Jahrzehnt ist das aber nicht.

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