Daimler-Chrysler
Kommentar: Teures Lehrgeld

Der neue Mercedes-Chef Dieter Zetsche hat nicht lange gefackelt. Vier Wochen nach seinem Amtsantritt legt der neue starke Mann in Stuttgart bereits ein drastisches Stellenabbauprogramm für die wichtigste Daimler-Sparte vor – und schlägt erste Pflöcke ein. Denn Zetsche macht mit dem deutlich stärker als erwarteten Jobabbau klar, dass der Sanierungsdruck bei der angeschlagenen einstigen Ertragsperle eher noch zunehmen wird. Nachdem vom Sparprogramm Core bislang nur die kurzfristigen Maßnahmen umgesetzt wurden, geht Zetsche mit dem Stellenabbau nun die strukturellen Probleme der Marke an.

Zetsche weiß genau, dass er Mercedes nur deutlich profitabler machen kann, wenn er die Produktivität drastisch steigert. Personalanpassungen sind deshalb unvermeidlich, träumt der Konzern nicht von drastisch steigenden Stückzahlen. Doch Optimismus allein ist kein tragfähiges Geschäftsmodell, was Daimler gerade erst wieder mit seinem Beschäftigungspakt lernt. Das massive Abfindungsprogramm ist dafür teuer bezahltes Lehrgeld.

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