Deutsche Telekom
Kommentar: Ein guter Kauf

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Die Deutsche Telekom unterstreicht mit ihrem Zukauf in den USA vor allem eines: Sie ist nicht gewillt, diese Beteiligung zu verkaufen. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Stimmen laut geworden, die einen Verkauf der lukrativen Tochter gefordert hatten, bevor der US-Mobilfunkmarkt sich der Sättigungsgrenze nähert und der Wert von T-Mobile USA sinkt. Verbal hat die Telekom stets beteuert, dass sie an der Tochter festhalten will, nun lässt sie mit der Akquisition den Worten Taten folgen.

Für den Bonner Konzern ist das die richtige Entscheidung. Die US-Tochter ist der Wachstumsmotor der Telekom schlechthin und eine Alternative ist derzeit weit und breit nicht in Sicht. Erkenntnisse zum Nutzerverhalten der Amerikaner deuten zudem daraufhin, dass die Nutzung von mobilen Datendiensten – wie E-Mails oder Surfen im Internet – in den USA schneller und stärker ansteigen könnte als das hierzulande bisher der Fall ist. Deshalb ist trotz der zunehmenden Verbreitung von Handys in den USA nicht mit einem abrupten Ende des Wachstums jenseits des Atlantiks zu rechnen.

Der Kaufpreis für SunCom ist verglichen mit anderen Deals in der Branche zwar relativ hoch. Da die Telekom bisher aber bereits ein Roaming-Abkommen mit dem Anbieter hat und durch den Kauf eine Milliarde Dollar Synergien heben will, erscheint der Preis in einem anderen Licht und ist absolut vertretbar.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid

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