Emi
Notausgang

Widerstand zwecklos: Wer über Jahre derartig belagert wird wie Emi, der wird irgendwann einmal einer Übernahme zustimmen müssen.
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Doch das Angebot von Terra Firma, das die Führung des angeschlagenen Musikkonzerns nun angenommen hat, wird nicht das letzte Wort sein. Zu zahlreich ist dafür die Schar der Werber und zu voll deren Kassen. Eine Bieterschlacht verschiedener Private-Equity-Firmen zeichnet sich ab. Terra Firma bietet zwar schon das 18,5-fache des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen für das Geschäftsjahr zum 31. März, aber das vergangene Jahr war ja auch ein besonders schwaches für Emi.

Da dürfte also noch Luft drin sein. Die sinnvollste Fusion wäre allerdings die mit Warner Music, denn sie brächte Synergien. Seit sieben Jahren führen die beiden Unternehmen einen Balztanz auf, doch das Zögern der EU-Kommission mit der Entscheidung über die Fusion der Musiktöchter von Sony und Bertelsmann hat ihn immer wieder verlängert.

Entweder entscheidet sich Brüssel jetzt zu einem Signal und gibt damit Warner und Emi einen Stoß oder Finanzinvestoren versuchen, den Fall von Emi zu bremsen.

Eins ist klar: Die Emi-Aktionäre stehen nach den Gewinnwarnungen und dem Kursverfall der letzten Monate Schlange vor dem Notausgang. Sie wollen nicht mehr auf bessere Zeiten warten, sondern so bald wie möglich verkaufen.

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