Entwaffnung der Hisbollah
Schließt Frieden mit Hamas!

Israel muss sich im Süden mit den Palästinensern einigen, um für den eigentlichen Existenzkampf gegen die Hisbollah und Iran gerüstet zu sein. Es könnte zur Ironie der Geschichte werden, dass es nunmehr allein die Hamas ist, die die Regierung in Jerusalem von einem Weg in die politische Perspektivlosigkeit abbringen kann.

Unabhängig davon, ob Israels Militäroperation in Gaza richtig und die massive Reaktion auf das, was in der Tat eine kriegerische Handlung durch die Hisbollah darstellte, angemessen war, eines ist heute bereits klar: Israels gegenwärtiger Krieg an zwei Fronten hat dem "Konvergenzplan", dem Rückzug Israels aus der Westbank, der "raison d?etre" der Regierung von Ministerpräsident Ehud Olmert und seiner regierenden Kadima-Partei, den Todesstoß versetzt.

Drei Monate nach ihrem Amtsantritt hat die israelische Regierung somit bereits kein politisches Programm mehr. Und es könnte zu einer Ironie der Geschichte werden, dass es nunmehr allein die Hamas ist, die die Regierung in Jerusalem von einem Weg in die politische Perspektivlosigkeit abbringen kann.

Im Gegensatz dazu ist die Herausforderung, die die Hisbollah im Libanon darstellt, ganz anderer Natur. Und auch eine Lösung des Konflikts an der Nordfront wird sehr viel anders aussehen als im Süden. Denn mit dem Libanon gibt es keine territoriale Auseinandersetzung, und die Hisbollah ist keine nationale Bewegung, die auf das Ende einer irgendwie gearteten Besatzung hinarbeitet.

Die Hisbollah ist vielmehr ein Werkzeug Irans und Syriens zur Destabilisierung der gesamten Region. Es gibt sehr viel Grund zur Annahme, dass die Raketen, über die die Hisbollah verfügt und von denen manche wahrscheinlich sehr viel ausgereifter sind als jene, die zurzeit noch Tag für Tag auf Israel abgeschossen werden, Teil jenes Militärarsenals sind, das Iran in der Region stationiert hat. Dies nicht etwa, um den Libanon zu verteidigen, sondern um die gesamte Region in Unruhe zu halten.

So ist im Libanon denn auch in erster Linie die Glaubwürdigkeit der internationalen Staatengemeinschaft zerbrochen, die seit dem Rückzug Israels aus dem Libanon im Jahr 2001 dort für Ruhe und Ordnung sorgen wollte. Deshalb befindet sich Israel eigentlich auch nicht mit dem Libanon, sondern mit den Helfershelfern der Hisbollah, also mit Syrien und Iran, im Krieg.

Es ist schmerzlich und traurig zugleich, dass die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten die Folgen dieser Tragödie ertragen müssen. Aber Israels Motive sind berechtigt. Es geht diesmal nicht um eine Besetzung, auch nicht um den Bau neuer Siedlungen. Es geht vor allem um die Rechtmäßigkeit einer international anerkannten Staatsgrenze, die von den Vereinten Nationen gezogen, definiert und anerkannt wurde.

Seite 1:

Schließt Frieden mit Hamas!

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%