Eon
Kommentar: Elegante Variante

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Und vor allem lässt er die Anteilseigner über einen Aktienrückkauf auch noch an der prall gefüllten Kasse teilhaben. Das dürfte das Murren über den viel zu langen und unglücklich geführten Kampf um Endesa verstummen lassen.

Bernotat demonstriert, dass Eon auch unabhängig von einer großen Übernahme à la Endesa handlungsfähig ist. Der Konzern hat mit den neuen Engagements in Spanien, Frankreich, der Türkei und Russland lukrative Märkte im Visier, die durch gezielte Investitionen erschlossen werden sollen. Und auch in den bestehenden Märkten sind milliardenschwere Investitionen fällig – vor allem in neue Kraftwerke und erneuerbare Energien.

Und mit dem Aktienrückkauf hat sich Bernotat für eine elegante Variante entschieden, um die ungesunde Bilanzrelation, in der der Anteil des teuren Eigenkapitals zu hoch und der des vergleichsweise günstigen Fremdkapitals zu niedrig ist, zurechtzurücken. So sinnvoll der Aktienrückkauf aber auch ist, er ist letztlich auch ein Eingeständnis, dass es Eon in den vergangenen zwei Jahren – so lange plagt den Konzern schon das Luxusproblem der prallen Kasse – nicht gelungen ist, das Kapital sinnvoller einzusetzen.

Allzu lange hat sich Eon-Chef Wulf Bernotat nach einem passenden Übernahmeziel umgeschaut, über ein Jahr lang hat er sich allein mit der Übernahmeofferte für Endesa verzettelt. Mit dem Maßnahmenpaket macht Bernotat nun das Beste aus der Situation – mehr aber auch nicht.

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