Forderung rascher Banken-Fusionen
Kommentar: Schröder haut auf den Tisch

Gerhard Schröder hat mit der Faust auf den Tisch gehauen: Binnen weniger Wochen will der Bundeskanzler endlich Fortschritte im lahmenden Konzentrationsprozess der deutschen Kreditwirtschaft sehen.

Aus ordnungspolitischer Sicht ist diese in jeder Hinsicht außergewöhnliche Forderung an die Privat- und Landesbanken problematisch: Eine aktive Industriepolitik, wie sie jetzt die neue französische Regierung postuliert, kann grundsätzlich kein Mittel zur Lösung der Probleme von Unternehmen sein, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen. Ein politischer Paukenschlag kann die Marktgesetze nicht außer Kraft setzen.

Dennoch wird Schröder in der Fachwelt Beifall für sein Machtwort erhalten, das er ausgerechnet beim Sparkassentag zum Besten gab, in der Branche also, die sich vehement gegen einen weit reichenden Strukturwandel stemmt. In der Tat hinkt die deutsche Finanzszene im globalen Strukturwandel bedrohlich hinterher. Es fehlen Mut und Entscheidungsfreude, um das zu tun, was in Großbritannien und den USA, aber auch in Frankreich und Italien mit regierungsamtlichem Segen längst passiert ist - der Aufbruch alter Strukturen und der Aufbau nationaler Champions, die ertragsstark sind und so bei der anstehenden europäischen und globalen Konsolidierung der Branche eine aktive Rolle spielen können.

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