Geldpolitik
Wette nicht gegen die Fed!

Wenn die US-Notenbanker heute zum letzten Mal vor der Sommerpause über die Geldpolitik beraten, steht die nächste Zinserhöhung nicht im Mittelpunkt. Ein weiterer Anstieg der Leitzinsen auf dann 3,25 Prozent ist so gut wie sicher. Auch dass die Fed vorerst bei ihrem Kurs „maßvoller“ Zinssteigerungen bleiben wird, ist nicht wirklich umstritten. Die eigentliche Debatte von Fed-Chef Alan Greenspan & Co. dreht sich vielmehr um einen Trend, über den die sonst allmächtige Notenbank die Kontrolle verloren hat: Die langfristigen Zinsen haben sich der Fed verweigert und sind sogar weiter gesunken.

DÜSSELDORF. Deutlich ablesen lässt sich das an der Verzinsung der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Ihre Rendite ist seit Juni letzten Jahres um mehr als 0,7 Prozentpunkte gefallen. Im selben Zeitraum hat die Fed die Leitzinsen am kurzen Ende um zwei volle Prozentpunkte angehoben. Normalerweise folgen die langfristigen Zinsen dem Kurs der Fed, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Die jetzige Verweigerung der Finanzmärkte ist für Greenspan jedoch ein „Rätsel“. Hält der anormale Trend an und bleibt die Fed bei ihren schrittweisen Zinserhöhungen, werden sich beide Zinskurven bald kreuzen.

Inverse Zinskurven hat es zwar auch schon früher gegeben. Die meisten Rezessionen seit den 60er-Jahren...

 
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