Helmut Schmidts neues China Buch
Die Konfuzius-Konfusion

Helmut Schmidt hat über die Jahre hinweg viele kluge Bücher und unzählige scharfsinnige Artikel für die "Zeit" geschrieben. Der Altkanzler behauptet in seinem neuen Buch "Nachbar China", der Volksrepublik würden alle Voraussetzungen für eine Demokratie fehlen. Eine ärgerliche Mischung aus Vor- und Fehlurteilen.

Im Gegenteil: Der Altbundeskanzler produziert auf 314 Seiten eine ärgerliche Mischung aus Vor- und Fehlurteilen, aus Verkürzungen und Verzerrungen, um seine zentrale These zu begründen. Sie lautet: In China würden alle Voraussetzungen für eine Demokratie fehlen, in der chinesischen Geschichte habe es keine demokratischen Traditionen gegeben, der Konfuzianismus mit seinem hierarchischen Staatsverständnis dominiere bis heute den gesamten chinesischen Kulturraum.

Helmut Schmidts Worte wiegen schwer: In seinen Jahren als Bundeskanzler und danach besuchte er das Reich der Mitte gut ein Dutzend Mal. Schmidt gehört damit zu den besten China-Kennern unter den deutschen Politikern. Mao Zedong, Deng Xiaoping, Hu Yaobang, Zhao Ziyang,...

 
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