Interview mit Bankenpräsident Klaus-Peter Müller
Bankenpräsident Klaus-Peter Müller: „Es wird Verlierer geben“

Nicht alles, was die Regierung Schröder angefasst hat, war schlecht. Dennoch glaubt Bankenpräsident Klaus-Peter Müller an einen Regierungswechsel und fordert von einer Kanzlerin Merkel harte Reformen - auch im Bankensektor.

HB: Herr Müller, braucht Deutschland eine neue Regierung?

Müller: Ja, ich persönlich glaube, dass sich das Reformpotenzial der derzeitigen Koalition erschöpft hat. Das gilt sowohl für die Programme als auch für die Personen.

HB: Also auch für den Politiker Gerhard Schröder?

Müller: Der Kanzler wäre den Reformweg wohl weitergegangen, aber seine Partei hat ihm die Gefolgschaft aufgekündigt.

HB: Das heißt aber auch, dass Sie als CDU-Mitglied die Anstrengungen des SPD-Kanzlers durchaus anerkennen.

Müller: Das wäre mein nächster Satz gewesen. Zu den wirklichen Leistungen dieser Regierung gehört beispielsweise die Einführung der Riester-Rente, die ein riesiger Schritt nach vorne ist, auch wenn sie in der Ausgestaltung zu bürokratisch und reglementiert war. Dazu kommt natürlich die Agenda 2010.

HB: Aber alles in allem hat es dennoch aus Ihrer Sicht nicht gereicht?

Müller: Wenn man die Herausforderungen an Deutschland mit einem Marathonlauf vergleicht, dann haben wir gerade einmal die ersten Kilometer hinter uns, ein anspruchsvoller Auftakt, mehr nicht.

Seite 1:

Bankenpräsident Klaus-Peter Müller: „Es wird Verlierer geben“

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%