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Kommentar: Irakische Realitäten

Bagdads Außenminister Hoschjar Sebari sieht in der vorzeitigen Übergabe der Macht an die irakische Regierung eine Herausforderung für die antidemokratischen Kräfte in seinem Land und an die Rädelsführer des Terrors. Es sei ein Signal dafür, dass man bereit sei, diesen ihr grausames Handwerk zu legen. Starke Worte. Allerdings klingen sie wie das Pfeifen im Wald.

Denn das Vorziehen der Zeremonie um zwei Tage spiegelt deutlich die harte Realität im Zweistromland wider: Der Terror verbreitet eine derartige Furcht, dass sich sowohl die Besatzungskoalition als auch die neue Regierung zu dieser klammheimlichen frühen Aktion gezwungen sahen. Dies in der durchaus berechtigten Annahme, dass sich die Protagonisten des brutalen Widerstandes sicher darauf vorbereitet hatten, am ursprünglich geplanten Termin am 30. Juni ein klares Zeichen zu setzen: Uns ist es gleichgültig wer offiziell regiert, ob irakische Kollaborateure oder Amerikaner, alle sind unsere Feinde. Und wie sie ihre These beweisen, lässt sich an der weiter steigenden Zahl der Toten ablesen.

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