Kommentar
Manchmal ist Sterbenlassen besser

Der Fall Schlecker zeigt, dass Insolvenzverwalter bei hoffnungslosen Fällen nichts ausrichten können - und das ist gut so. Marode Firmen sollten besser vom Markt verschwinden. Die Alternative ist teuer und schädlich.

Seit gestern ist Schlecker Geschichte. Die letzten 2800 Filialen der insolventen Drogeriemarktkette bleiben für immer geschlossen. Die letzten 13.200 Mitarbeiterinnen räumen heute nur noch auf. Dann müssen sie sich einen neuen Job suchen. Ein gutes halbes Jahr dauerte das öffentliche Siechtum des schwäbischen Seifen- und Kosmetikhändlers. Begleitet von medialem Getöse, großen Hoffnungen sowie Erwartungen, die am Ende enttäuscht wurden. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz steht genauso im Kreuzfeuer der Kritik wie der eigentliche Verursacher der Krise, Firmengründer Anton Schlecker. Irgendetwas scheint hier schiefzulaufen.

Dass Schlecker überhaupt hätte „gerettet“ werden können, war von Anbeginn ein Trugschluss. Das Geschäftskonzept, die Finanzierung durch Lieferantenkredite sicherzustellen,...

 
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