Kommentar
Nach eigenen Regeln

Es hört sich an wie das Pfeifen im Wald: Vollmundig kündigt Donald Rumsfeld an, die US-Streitkräfte im Irak massiv verstärken zu wollen. Von bis zu 25 000 Soldaten ist die Rede. Eine „militärisch robuste“ Aktion soll es werden, so das ureigene Vokabular des Pentagon- Chefs. Erinnerungen verblassen schnell: Hatte man in Washington nicht jüngst noch Hoffnungen auf eine wesentliche Truppenreduzierung im Zweistromland gehegt?

Häme ist angesichts der steigenden Zahl von Toten - auf Seiten der Alliierten und der Iraker - nicht angebracht. Erlaubt ist aber der Hinweis auf militärstrategische Erfahrungen: Mit einer personellen Aufstockung von Truppenkontingenten lässt sich in einem so genannten asymmetrischen Krieg nur wenig bewirken. Exakt um einen solchen Krieg handelt es sich im Irak. Die Mudschahedin operieren - nicht nur in Afghanistan - nach ihren eigenen, unkonventionellen Regeln, der Feind ist also unberechenbar. Und dabei lässt sich zwischen Sunniten und Schiiten keinerlei Unterschied herauskristallisieren.

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