Kommentar
Provokation statt Analyse

Thilo Sarrazin hat es wieder geschafft: Er beherrscht die Debatte – dieses mal die über den Euro. Das gelingt ihm, indem er die Beziehung zum Holocaust herstellt. Der Skandal überlagert die überfällige Debatte. Leider.

Thilo Sarrazins Euro-Buch ist ein Aufreger. Der Autor tritt mit der eingeübten Haltung des Tabubrechers an und sagt doch eigentlich nichts wirklich Neues. Seine Gegner stürzen sich auf die „Stelle“, wo der Euro zur „Buße für Holocaust und Weltkrieg“ verzerrt wird und nehmen die restlichen 95 Prozent des Buchs nicht zur Kenntnis. Damit stecken wir bereits wieder in einer dieser typischen Sarrazin-Debatten, die am Ende zu nichts führen. Schade.

Denn eine Debatte über Angela Merkels Satz „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ ist überfällig. Es ist vor allem dieser Satz, an dem sich vor Sarrazin schon andere Gegner der Euro-Rettungspolitik...

 
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