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Kommentar: Schröders Bilanz

Beim Amtsantritt von Bundeskanzler Schröder im Oktober 1998 suchten 3,9 Millionen Menschen Arbeit. Heute wurden die letzten Arbeitslosenzahlen vor der Wahl verkündet: Im August waren 4,7 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Eine verheerende Bilanz, zumal der Kanzler die Arbeitslosigkeit zur Messlatte seiner Tätigkeit erkoren hatte. Zwar verzerren die nackten Zahlen das Bild. Denn die Hartz-Reformen, die Schröder gegen erbitterten Widerstand in der eigenen Partei durchgesetzt hat, haben bislang in der Sozialhilfe versteckte Arbeitslosigkeit erst sichtbar gemacht.

Aber dennoch ist die Lage am Arbeitsmarkt so desolat, dass Schröder damit nicht punkten kann – weder heute auf dem Parteitag, noch in 18 Tagen an der Urne. Und der Arbeitsmarkt ist symptomatisch für Schröders Regentschaft. Er hat vieles auf den Weg, aber wenig zu Ende gebracht. Kaum verabschiedet, wurden die Hartz-Reformen schon wieder entschärft. So markieren sie nur einen von vielen Wendepunkten auf Schröders siebenjährigem Zick-Zack-Pfad.

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