Kommentar
Selbstkritik als Geschäftsprinzip

Geradezu beängstigend ist die Präzision, mit der Toyota seit Jahren den Automarkt aufrollt – und dabei nicht nur den Absatz steigert, sondern auch die Gewinne. Der wichtigste Grund dafür ist das Prinzip, die eigenen Schwächen zu entdecken, bevor andere das tun.

Alle Mitarbeiter sind gedrillt, permanent nach Verbesserung zu suchen, die Arbeitsabläufe zu optimieren, neue Ideen umzusetzen. Stillstand und Selbstzufriedenheit sind gefährlich – das haben behäbige Konkurrenten wie GM oder VW erst schmerzlich lernen müssen. Und sie haben noch lange nicht die Lehren daraus gezogen. Toyota dagegen hat durch permanente Veränderung seine Produktion so effizient organisiert, dass der Konzern jetzt sogar ernsthaft darüber nachdenkt, im Hochlohnland Deutschland ein neues Werk zu bauen. Für die VW–Mitarbeiter, die um ihren Job bangen, muss das wie Hohn klingen.

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Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
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