Kommentar
Vorurteile mit reinem Gewissen

Verwahrloste Kinder, bettelnde „Zigeuner“: Die Deutschen haben Angst vor Armutsmigration. Die CSU schürt mit ihren Parolen die Vorurteile. Gut, dass das Thema Armutsmigration nun einen festen Rahmen bekommt – endlich!

Es sind Klischeebilder, die in den Köpfen spukten, wenn es um Armutszuwanderung von Rumänen und Bulgaren geht. Und diese Vorstellungen von bettelnden „Zigeunern“ und verwahrlosten Kindern in Problemhäusern bekommen neues Futter, weil die CSU mit markigen Worten wettert, Bulgaren und Rumänen wollten in Deutschland nur Sozialleistungen erschleichen. Das schürt Angst, denn wer will schon Schmarotzer im Land? Plötzlich klingt der Vorstoß der Christsozialen, die „Anreize für Migration ins soziale Sicherheitssystem zu verringern“, ganz vernünftig. Und das ist schrecklich. Denn obwohl die Partei Vorurteile schürt, gibt es das Ganze mit reinem Gewissen.

Zwar gilt: Wer durch Neukölln in Berlin oder die...

 
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