Kommentar zu Chipwerk-Subventionen für Bosch
Vorsicht, Klingelbeutel!

PremiumJahrelang haben sich die EU wie Deutschland aus dem weltweiten Subventionswettlauf der Chipindustrie weitgehend herausgehalten. Der reinen Lehre zufolge war das richtig. Doch die Realität spricht eine andere Sprache.

Eigentlich ein Unding. Mehr als zwei Milliarden Euro Gewinn hat Bosch vergangenes Jahr eingefahren. Trotzdem kassiert der schwäbische Autozulieferer jetzt für den Neubau eines Chipwerks in Dresden mindestens 200 Millionen Euro an Subventionen. Jeden der 700 geplanten Arbeitsplätze unterstützt der Staat also mit rund 300.000 Euro.

Sind die Beamten in den Ministerien denn völlig wahnsinnig? Mitnichten. Es ist völlig richtig, die neue Fabrik so üppig zu fördern. Denn die Experten wissen ganz genau: Der Stuttgarter Konzern hätte an allen wichtigen Halbleiterstandorten der Welt mindestens ebenso viel Geld kassiert. Wichtiger noch: Es ist ein starkes Zeichen, dass die Chipbranche hierzulande wieder...

 
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