Kommentar zur Golf-Krise
Trumps Irrwitz

PremiumDer irrlichternde US-Präsident ist mitschuldig an der wachsenden Konfrontation am Golf. Sein Wettern gegen Teheran ist politisch kurzsichtig und eine Belastung für die instabile Region. Ein Kommentar.

BerlinWie schnell sich außenpolitische Fehler rächen, kann Donald Trump nach seiner ersten großen Auslandsreise quasi live erleben: Es ist gerade zwei Wochen her, da hielt der neue US-Präsident seine große Rede an die Führer der meisten islamischen Staaten. Nicht dabei und von Trump am wütendsten kritisiert: Iran. Und an Teheran sowie am Umgang mit dessen Hegemonie-Ansprüchen am Persischen Golf scheiden sich die Geister der Araber, die mit ihren Öl- und Gasexporten noch immer Nährboden für große Teile der globalen Industrie sind.

Trump, der mit Saudi-Arabien Rüstungsdeals für 110 Milliarden Dollar eingefädelt hat, hatte eine noch härtere Isolierung Irans...

 
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