Kommentar zur Hauptversammlungssaison
So viel Widerstand wie nie

PremiumAb 2018 dürfen Aktionäre in deutlich größerem Umfang als bisher über Vorstandsgehälter abstimmen. Die Unternehmen müssen sich dann bessere Erklärungen zu den üppigen Zahlungen einfallen lassen als bisher. Ein Kommentar.

Hohen Unterhaltungswert haben Jahrestreffen der Aktionäre eher selten. Streitlustige Anleger, wortgewandte Vorstände und ein offener Schlagabtausch zum Wohle aller gibt es so gut wie nie. Dennoch hatten es die diesjährigen Hauptversammlungen in sich. Ging es um den Tagesordnungspunkt „Vergütungen“, konnte sich kein Management sicher sein, seine Vorlage abgesegnet zu bekommen. Immer wieder lautete der Vorwurf: zu intransparent und zu üppige Zahlungen. Nur acht der 30 Dax-Unternehmen trauten sich überhaupt, über Vorstandsgehälter abstimmen zu lassen. Drei fielen durch: Merck, Münchener Rück und Pro Sieben Sat 1.

Die Aufseher verweisen bei den üppigen Vorstandsgehältern auf internationale Standards – und das ist...

 
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