Kommentar zur SPD-Personalrochade
Zu spät, zu zaghaft

PremiumDie Sozialdemokraten stolpern konzeptionslos in den Bundestagswahlkampf. Der künftige SPD-Generalsekretär Hubertus Heil steht vor einem Kraftakt, um den ihn niemand beneidet. Ein Kommentar.

Auch übertriebene Nachsicht kann ein Zeichen von Führungsschwäche sein. Es bedurfte erst des Rücktritts von Erwin Sellering vom Amt des Ministerpräsidenten in Schwerin, ehe die SPD-Spitze den Zeitpunkt für gekommen sah, Generalsekretärin Katarina Barley abzulösen.

Der Fall illustriert die Konzeptionslosigkeit des Willy-Brandt-Hauses. Schon lange gab es berechtigte Kritik an Barley und ihrem Wahlkampfmanagement. Konsequenzen wurden daraus aber nicht gezogen.
Mancher Betrachter reibt sich jetzt irritiert die Augen, wird mit Barley doch gleich die zweite SPD-Generalsekretärin in ein hohes Staatsamt entsorgt. Erst im Januar vergangenen Jahres war Barleys Vorgängerin auf dem Generalsekretärsposten, die glücklos agierende Yasmin Fahimi, ins Amt...

 
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