Navigator
Das Erbe von Kazaa

Für die Musiktauschbörse Kazaa kommt es ganz dicke. Sie muss, so ein australisches Gericht, sicherstellen, dass urheberrechtlich geschütztes Material nicht über sie getauscht wird. An einer solchen Auflage ist schon der Kazaa-Vorläufer Napster gescheitert.

Das Urteil ist das Ende von Kazaa im Internet: Ein australisches Gericht hat festgestellt, dass die Musiktauschbörse urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet. Zwei Monate haben die Betreiber von Kazaa nun Zeit, um Filter zu installieren, die verhindern, dass geschütztes Material getauscht wird. Doch dann hat die Seite außer privaten Hardcore-Pornos und Viren nicht mehr viel zu bieten - auch der Kazaa-Vorläufer Napster ist an einer derartigen Auflage gescheitert.

Entsprechend groß war der Jubel der Musikindustrie, als die Entscheidung verkündet wurde.

In der Tat wird die Luft für illegale Musiktauschbörsen dünner. Erst im Juni hatte das höchste amerikanische Gericht entschieden, dass die Hersteller der Tauschbörsen-Programme Morpheus und Grokster zu Schadenersatz verurteilt werden könnten.

Auf die Geschäfte der Musikindustrie werden sich allerdings weder die amerikanische Supreme Court-Entscheidung, noch das Kazaa-Urteil auswirken. Schließlich liegt die File-Sharing-Software schon auf Millionen von Rechnern und kann auch ohne zentrale Plattform weiterverwendet werden. Neue Börsen wie Edonkey hatten auch schon vor dem Prozess Kazaa in der Gunst der Nutzer überholt.

Die Musikindustrie wird auch künftig nicht umhin kommen, ihre eigenen Internet-Angebote attraktiver zu machen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%