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Online-Musik ohne Grenzen

Beim legalen Musikverkauf über das Internet liegt Europa gewaltig hinter den USA zurück. Ein Grund ist die komplizierte Kleinstaaterei bei den Musikverwertungsrechten. Jedes EU-Land hat eine eigene Institution zur Wahrnehmung der Rechte von Komponisten, Textern und Musikverlegern.

Die nationalen Verwertungsgesellschaften haben zwar untereinander zum Teil Verträge abgeschlossen, um grenzüberschreitende Lizenzierungen zu vereinfachen. Infolge von Vertragslücken ist es für Online-Musikshops aber unmöglich, mit nur einem Vertrag EU-weit Internetangebote zu starten. Mit der bürokratieverringernden Ideallösung, dass sich die nationalen Verbände auf nur noch eine Lizenzorganisation für Europa verständigen, ist nicht zu rechnen.

Die Alternative, dass Online-Rechtenutzer mit einem nationalen Verwerter einen europaweit gültigen Vertrag abschließen, birgt für die Rechteinhaber die Gefahr, einen Wettlauf der Länder um die niedrigsten Lizenzentgelte auszulösen. Das wäre zu verhindern, wenn sich Rechteinhaber einen Verwerter in Europa aussuchen dürfen, der für Downloads eines Stückes durch Käufer aus der gesamten EU die Online-Lizenzentgelte einzieht. Nur bei Ersatz des veralteten Systems nationaler Monopole von Verwertungsgesellschaften haben Online-Musikfirmen in Europa die Chance, vergleichbare Absatzzahlen wie in den USA zu erzielen.

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