Netzentgelt
Regulierungsbehörde bleibt auf Kurs

Die Regulierungsbehörde bleibt bei ihrem Kurs. Sie hat heute von weiteren Energieversorgern eine Senkung der Entgelte für die Nutzung der Hochspannungsnetze verlangt. Die Behörde sorgt so für mehr Wettbewerb, weil sie sicherstellt, dass nun auch Anbieter ohne eigene Leitungen Kunden zu fairen Bedingungen mit Strom beliefern können.

Bisher haben Eon, RWE, Vattenfall und EnBW ihre Monopolstellung ausgenutzt und im Netzbetrieb übertrieben hohe Gewinne gemacht. Die Behauptung der Konzerne, dass eine drastische Senkung der Netzentgelte die Versorgungssicherheit und die Existenz der Netzbetreiber gefährde, ist überzogen. Allerdings sind Hoffnungen verfrüht, dass nun insbesondere Strom für Haushaltskunden billiger wird.

Zwar entfällt mehr als ein Drittel des Strompreises für Privatkunden auf Netzentgelte. Aber im Vorgriff auf die – absehbaren – Bescheide der Bundesnetzagentur haben die meisten Stromanbieter höhere Preise beantragt. Außerdem steigt 2007 die Mehrwertsteuer. Dadurch wird der Effekt sinkender Netzentgelte kompensiert.

Also ein Kampf gegen Windmühlen? Nein, denn jetzt gibt es ja auch eine Preisbremse.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Redakteur
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