Politbarometer
Schwarz-Gelb kann Mehrheit laut ZDF halten

Die Umfrage Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF hat auch in dieser Woche eine Mehrheit für Union und FDP ergeben. Wie in der Vorwoche erklärten 42 Prozent der befragten 1200 Wähler erklärten, sie würden für die Union votieren. Acht Prozent würden der FDP ihre Stimme geben.

HB BERLIN. Die SPD konnte in der jüngsten ZDF-Umfrage einen Punkt auf nunmehr 29 Prozent zulegen, den Punkt haben die übrigen Parteien eingebüßt, die nur noch auf zwei Prozent kämen. Grünen und Linkspartei schreiben die Experten einen unveränderten Anteil von jeweils neun Prozent zu.

Im Westen schneidet die SPD in der politischen Stimmung mit 31 Prozent nur knapp besser ab als im Osten (30 Prozent). Die CDU/CSU ist dagegen im Westen mit 43 Prozent, wie schon bei der letzten Bundestagswahl, wesentlich erfolgreicher als im Osten mit 33 Prozent. Grüne und FDP erreichen in den alten Bundesländern (Grüne: 10 Prozent, FDP: 8 Prozent) ebenfalls etwas mehr Zustimmung als in den neuen (Grüne: 7 Prozent, FDP: 6 Prozent). Die Linkspartei.PDS kommt im Osten auf 23 Prozent, im Westen auf 6 Prozent.

An der Wahlstreet, der Wahlprognosebörse von Handelsblatt.com, wird schon seit längerem nicht mehr mit einer schwarz-gelben Regierung gerechnet. Dort notíert die "CDU-Aktie" unter der Marke von 40 Prozent. Damit sind die Wahlkämpfer um Kanzlerkandidatin Angela Merkel erneut ein Stück von dem gestern von der CSU ausgegebenen Ziel von 45 Prozent abgerückt. Im Gegenzug klettert die SPD-Aktie weiter in Richtung 31 Prozent. Der Handel an der Wahlstreet konzentriert sich bei der aktuellen Nachrichtenlage stark auf die beiden großen Parteien. Grüne (8,34 %), FDP (7,34 %), Linkspartei 10,40 %) liegen nahezu unverändert.

An der Wahlstreet drücken sich die Erwartungen über das Abschneiden der Parteien in der Bundestagswahl über den Preis aus. Die Händler kaufen und verkaufen die Parteiaktien mit dem Ziel, den Wert ihres Depots zu steigern. Über die Preisbildung an der Börse kann dann eine Wahlprognose abgeleitet werden.

Auch die Frage, ob es nach der Wahl zu einer Koalition kommt oder eine Partei alleine regiert, kann an der Wahlstreet gehandelt werden. Der "Koalitionsfuture" bildet diese Fragestellung ab. Derzeit glauben die Teilnehmer an eine große Koalition. Der Future für diese Konstellation wird aktuell mit 52,05 Prozent gehandelt. Die Koalition Union/FDP wird mit 45,53 Prozent bewertet. Dass die Union alleine die Regierung stellen kann, halten nur noch 0,27 Prozent für wahrscheinlich. Das Handelsvolumen an der Wahlstreet hat in der letzten Woche stetig zugenommen. Anmeldungen sind weiter möglich.

Ziel der » "Wahlstreet" ist eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl am 18. September. An der Wahlstreet kann jeder teilnehmen. Besucher können ohne Registrierung die aktuellen Kurse einsehen. Die Teilnahme kostet keine Gebühren. Aufgrund das Handels mit echtem Geld ist die Börse ein Frühindikator für künftige Umfragen bzw. die spätere Wahl. Oftmals wurde das jeweilige Wahlergebnis genauer vorhergesagt als die etablierten Meinungsforschungsinstitute.

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