Sparkassen-Gehälter
Mehr Offenheit, bitte!

Viele Sparkassen-Chefs wehren sich gegen die Veröffentlichung ihrer Gehälter. Dabei gibt es gute Gründe für mehr Transparenz bei öffentlichen Geldinstituten - auch bei den Einkommen der Spitzenkräfte.
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Die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen sollen die Bezüge von Vorständen und Verwaltungsratsmitgliedern offenlegen. Klar, auf die Gehälter schauen viele. Und klar, die Spitzenverdiener tauchen in Rankings auf. Das mag nicht schön sein für die Manager, deren Namen veröffentlicht werden. Es mag auch manch ein Kritiker sagen, dass so ein Ranking den Neid auf gut verdienende Manager erhöht.

Doch es gibt gute Gründe dafür, dass nicht nur die 105 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen, sondern alle 418 deutschen Sparkassen die Gehälter der Vorstände und Kontrolleure veröffentlichen. Bisher gilt nur für die 105 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen, dass sie einmal im Jahr die Vergütung ihrer Vorstände und Kontrolleure veröffentlichen sollen. Das Sparkassengesetz schreibt vor, dass die Träger der Sparkassen, die Städte und Gemeinden, daraufhin wirken sollen. Zwar geben noch nicht alle Institute die Daten bekannt. Aber ihre Zahl wächst – und auch der Druck auf die verbliebenen Sparkassen, die Bezüge ebenfalls im Jahresbericht zu nennen. Das ist richtig so.

Die Geldhäuser sind ihrem Typus nach Unternehmen der öffentlichen Hand. Von dieser Ausrichtung profitieren sie auch. Beispielsweise im Fall der Fälle, dass der Haftungsverbund der Institute eine große Krise zu meistern und eine Gruppe in ihrer Existenz bedrohter Sparkassen nicht auffangen könnte. Die Ratingagentur Fitch – geht wie andere Beobachter – davon aus, dass dann wahrscheinlich „die Kommunen, die Bundesländer und letztlich auch die Bundesregierung einzelne Sparkassen stützen würden“. Auch deshalb ist ein Teil der Sparkassen-Bewertung durch Fitch positiver als ohne diese Annahme. Als mehrere Landesbanken, ebenfalls Teil des Haftungsverbunds, in der Finanzkrise ins Wanken gerieten, sprangen ebenfalls mehrere Bundesländer ein. Alleine hätten die Sparkassen das nicht stemmen können.

Bevor allerdings die Transparenz der Sparkassenbezüge bundesweit Einzug hält, müsste eines noch geklärt werden: Ist diese Regelung rechtens oder nicht? Das Handelsgesetzbuch, nach dem die Sparkassen berichten, verlangt eine solche Veröffentlichung nicht ausdrücklich.

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  • Ich bin schon über 10 Jahre weg von der Sparkasse und habe es noch NIE bereut.

  • Mein Girokonto bei der Sparkasse wurde mit Gebühren für alles und jeden belastet, mein wirklich kostenloses Girokonto bei DAB bekam ich quasi nebenbei zu meinem (ebenfalls in der Führung gratis, ohen wenn und aber) Aktiendepot dazu, und das als armer Studentmit nicht erwähnenswerten monatlichen Einkommen. Die Sparkassen gibt es nur noch, weil ihnen immer noch ein Nimbus von Vertrauenswürdigkeit,Sicherheit und Kunden anhaftet, der, wenn überhaupt, schon seit Jahrzehnten nicht mehr berechtigt ist. Wer so viel Geld für Fernsehwerbung und Vorstandsgehälter ausgeben kann, dem werfe ich nichts hinterher.

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