Telekom kooperiert mit Premiere
Kommentar: Keine wirkliche Lösung

Nun ist es also raus: Die Telekom kooperiert bei der Übertragung der Bundesliga mit Premiere. Der wirkliche Streit im Rechtepoker bleibt aber weiter offen.

Die beiden Unternehmen beschränken ihre Zusammenarbeit zunächst nur auf die Übertragung der Spiele im Internet. Dafür hat die Telekom Ende vergangenen Jahres die Rechte von der Deutschen Fußball Liga (DFL) gekauft und musste sich anschließend auf die Suche nach einem Partner begeben, da sie selbst keine Sendelizenz besitzt.

Der eigentliche Streit der vergangenen Monate betrifft aber viel weit reichendere Pläne: Dabei geht es um die Frage, ob Premiere das Internet-Signal der Telekom auch via Satellit an die eigenen 3,5 Mill. Kunden verbreiten darf. Premiere war bei der Rechtevergabe leer ausgegangen, woraufhin der Kurs des Bezahlsenders in den Keller stürzte.

Premiere-Chef Georg Kofler erzählt der Welt nun zwar, sein Sender sei über die Telekom nun doch wieder mit im Spiel. Das stimmt aber nur bedingt: Premiere erreicht nach dem jetzigen Stand nur die Haushalte, die bei der Deutschen Telekom einen schnellen Internetanschluss buchen. Die Zahl von Koflers potentiellen Kunden ist damit beschränkt. Allerdings hat sich die Telekom für Premiere und nicht etwa für das Deutsche Sportfernsehen als Partner entschieden. Koflers Eisen für die Satellitenübertragung bleibt damit weiter im Feuer.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
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