Vodafone kauft Hutchison-Essar
Kommentar: Zurück zum Wachstum

Die Übernahme in Indien bringt Vodafone konsequent auf Wachstumskurs – und festigt die zuletzt gefährdete britische Vorherrschaft in der Branche.

Vorstandschef Arun Sarin ist wieder in der Offensive – nach einem Jahr, in dem der einstige Mobilfunk-Weltmarktführer auf Druck der Aktionäre Beteiligungen versilberte, Geld ausschüttete und dank massiver Wertberichtigungen auf alte Übernahmen wie Mannesmann einen Rekordverlust berichten musste.

Die Wachstumsstory Indien mit über sechs Millionen neuen Mobilfunkkunden im Monat dürfte auch notorisch misstrauische Anleger beruhigen. Zumal der Preis, den Vodafone für Hutch Essar hinblättert, unter den Befürchtungen der Märkte liegt.

Mit dem indischen Kauf untermauert Vodafone die zuletzt gefährdete Position als Weltmarke im Mobilfunk. Europäische Konkurrenten sehen dagegen immer blasser aus. Ihnen fehlt der Ausgleich in stark wachsenden Märkten, wie ihn Sarin systematisch zusammenkauft. Das droht auf Dauer auch auf den gesättigten Märkten in Westeuropa die Gewichte zugunsten von Vodafone zu verschieben.

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
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