Wahldesaster für Heide Simonis
Kommentar: Neuer Test für Rot-Grün

Das Desaster der gescheiterten Wahl von Heide Simonis zur Ministerpräsidentin in Schleswig-Holstein und ihr heutiger Rückzug könnte sich zu einer Krise von Rot-Grün auswachsen. Der SPD bleibt keine andere Wahl, als in Kiel den Bund mit den Grünen aufzukündigen und eine Koalition mit der CDU zu bilden.

Damit wird NRW, wo am 22.Mai gewählt wird, zur letzten rot-grünen Enklave. Peer Steinbrück (SPD), ohnehin kein großer Freund der Grünen, wird sich in den kommenden Wochen noch stärker von ihnen distanzieren. Das Signal von Kiel lässt das Bündnis mit den Grünen als Verlierervariante erscheinen. Steinbrück kann deshalb nicht daran gelegen sein, einen „weiter so“- Wahlkampf zu führen.

Die Grünen aber fühlen sich jetzt schon als Prügelknaben einer verunsicherten SPD, in Düsseldorf wie in Berlin. Da ist es brandgefährlich für Schröder, dass in den nächsten Wochen der Zusammenhalt seiner Koalition auf eine neue Probe gestellt wird: Mitte April muss im Bundestag der neue Wehrbeauftragte gewählt werden - mit Kanzlermehrheit.

Thomas Hanke
Thomas Hanke
Handelsblatt / Korrespondent in Paris
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