ZWE-Index
Der Sturz ist tief – aber nicht beunruhigend

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Dass der ZEW-Index deutlich nach unten schnellte, war angesichts der Kapitalmarktturbulenzen zu erwarten. Schließlich basiert das Barometer auf der Meinung von Finanzmarktanalysten und institutionellen Anlegern, also genau denen, die von der Unruhe ganz unmittelbar erfahren.

Ein ernsthafter Grund zur Besorgnis oder gar ein Anzeichen dafür, dass der Wirtschaftsaufschwung endet, ist das noch lange nicht. Denn zuletzt spiegelte die Meinung der rund 300 Finanzmarktexperten nur selten den tatsächlichen Konjunkturverlauf gut wider. Siehe 2006. Da boomte die deutsche Wirtschaft wie lange nicht – und die Finanzmarktexperten wurden von Jahresbeginn bis Herbst von Monat zu Monat skeptischer und skeptischer.

Wichtiger wird es sein, kommende Woche ein waches Auge auf den Ifo-Index zu werfen. Denn die Münchener Wirtschaftsforscher befragen etwa 7000 Unternehmen – und damit diejenigen, die am besten beurteilen können, ob die Turbulenzen auf den Kapitalmärkten auf die Realwirtschaft überspringen. Sollten die Unternehmen selbst ähnlich pessimistisch wie die Finanzbranche sein, könnte das ein ernstzunehmendes Zeichen dafür sein, dass ihre Investitionsfreude nachlässt.

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