300 000 Euro Schaden
Hunderte EC-Konten ausgespäht und geplündert

Für einige Frankfurter könnte der nächste Kontoauszug einen großen Schreck mit sich bringen. Betrüger haben an EC-Automaten in der Main-Metropole die Daten von mehr als 200 Bankkunden ausgespäht und anschließend deren Konten geplündert. Die Diebe raubten mindestens 300 000 Euro. Dazu hatten sie an den Automaten raffinierte Vorrichtungen angebracht.

HB FRANKFURT/MAIN. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag hatten die Täter an mindestens sechs Tagen im Juni am Schlitz eines Bankautomaten in der Innenstadt für den Karteneinzug ein Vorsatzgerät angebracht, das alle wichtigen Daten abspeicherte. Das Abheben des Geldes wurde nicht beeinflusst, so dass die Kunden keinerlei Verdacht schöpften und erst durch überraschende Abhebungen im Ausland auf den Betrug aufmerksam wurden.

Wie die Täter die nicht auf der Karte gespeicherte PIN-Geheimnummer ausspähten, konnten die Ermittler nicht klären. Vermutlich sei das mit Hilfe einer unauffällig angebrachten Miniaturkamera oder durch Manipulation der Tastatur geschehen.

In einem zweiten Schritt übertrugen die Täter dann die Daten auf Magnetstreifen so genannter Kartenrohlinge, mit denen im Ausland an Automaten Bargeld abgehoben wurde. Deutsche Geldautomaten verweigern der Polizei zufolge wegen besonderer Sicherheitsvorkehrungen die Annahme solcher Rohlinge.

Die Kartenrohlinge wurden nach den Ermittlungen meist so lange benutzt, bis die betroffenen Girokonten abgeräumt waren. Die Kontoinhaber bemerkten dies häufig erst dann, wenn sie am Automaten kein Geld mehr abheben konnten, weil das Limit überschritten war. Die Polizei geht noch von weit mehr Geschädigten und einer höheren Schadenssumme aus. Tag für Tag gingen weitere Anzeigen ein. Die Täter stammen nach den bisherigen Erkenntnissen aus dem asiatischen Raum.

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