70 Kilometer Stop-and-go in Bayern
Rekord-Staus unter sengender Sonne

Mit Rekord-Staus und langen Wartezeiten unter sengender Sonne hat für viele Deutsche am Samstag die Fahrt in den Urlaub begonnen. Kilometerlange Blechlawinen wälzten sich nach dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen Richtung Süden und Norden. Allein auf bayerischen Autobahnen kam es zu Staus und stockendem Verkehr auf einer Gesamtlänge von rund 70 Kilometern.

HB/dpa MÜNCHEN/HAMBURG/WIEN. Doch auch in Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz wurde die Fahrt in die Berge oder ans Meer oft zu einer Geduldsprobe.

„Die Urlauber kommen mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel, mit Dachgepäckträgern und Fahrrädern, mit Oma und Opa“, beschrieb ein Polizist die Lage auf deutschen Straßen.

Bereits um 5.00 Uhr morgens stockte der Verkehr auf der Autobahn München-Salzburg auf einer Länge von rund 35 Kilometern. Offenkundig hatten auch viele Bayern mit dem Start in den Urlaub gewartet und fuhren erst an diesem Wochenende Richtung Süden. „Jetzt haben wir den Stau, mit dem wir schon vergangenes Wochenende gerechnet hatten“, sagte eine Polizeisprecherin.

Auch Richtung Nord- und Ostsee rollten endlose Blechlawinen. Bereits am Vormittag ging es auf den Autobahnen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei dichtem Verkehr nur noch langsam voran. Auf der Autobahn 1 Richtung Hamburg kam der Verkehr auf einer Strecke von 30 Kilometern zum Erliegen, bei Osnabrück standen die Ferienfahrer vorübergehend in einem 25 Kilometer langen Stau.

Vor der Autoverladung nach Sylt im nordfriesischen Niebüll standen die Fahrzeuge in einer mehr als vier Kilometer langen Schlange. Auf der Insel Rügen staute sich der Verkehr vor dem Rügendamm in Richtung Stralsund auf bis zu 20 Kilometern. Reisende in Richtung Polen mussten am Grenzübergang Pomellen bei der Pkw-Abfertigung bis zu vier Stunden warten.

Auch im Ausland steckten Urlauber in langen Wagen-Kolonnen fest. In Österreich kam der Verkehr schon am Morgen vor dem Tauerntunnel auf 21 Kilometern Länge zum Erliegen. Das bedeutet bis zu vier Stunden Wartezeit, erläuterten Automobilclubs. Auch an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf mussten deutsche Urlauber vier Stunden Wartezeit hinnehmen.

In Frankreich steckten Ferienfahrer sogar in Staus von insgesamt 700 Kilometern Länge fest. Die quälendsten Wartezeiten bei brütender Hitze gab es nach Angaben der Verkehrswacht im Rhône-Tal bei Lyon. Von den Warnungen vor diesem „schwarzen Samstag“ zu Beginn des Ferienmonats August lassen sich die Franzosen aber traditionell nicht abschrecken.

In der Schweiz saßen Urlauber und Ausflügler ebenfalls in Staus fest. Vor dem Gotthard-Tunnel standen die Autofahrer auf einer Strecke von zwölf Kilometern Stoßstange an Stoßstange.

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