Abgestürzter Superjet
Stimmenrekorder soll Aufklärung über Unglück bringen

Der sogenannte Cockpit Voice Recorder des abgestürzten russischen Passagierflugzeugs ist in Indonesien gefunden worden. Von der Auswertung erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Absturzursache des Superjet 100.
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JakartaNach dem Absturz eines hochmodernen russischen Passagierjets in Indonesien hoffen die Ermittler auf die Auswertung von Gesprächen im Cockpit. Der sogenannte Cockpit Voice Recorder des Suchoi Superjets 100 sei am Dienstag entdeckt worden, sagte am Mittwoch ein indonesischer Behördensprecher. Dieser Teil der Black Box wurde in der Nähe des Hecks der Unglückmaschine gefunden.

Nach Angaben des Herstellers war der vor einer Woche mit mehr als 40 Passagieren abgestürzte russische Superjet 100 ein Ersatzflugzeug. Eine zunächst für Schauflüge in Zentralasien genutzte Passagiermaschine habe auf dem Weg von Kasachstan nach Pakistan wegen Triebwerksproblemen nach Russland zurückkehren müssen.

Das teilte Suchoi am Mittwoch nach Angaben der Agentur RIA Nowosti in Moskau mit. Stattdessen sei ein identisches Reserveflugzeug nach Indonesien geschickt worden, um dort Interessenten vorgeführt zu werden.

Der fabrikneue Superjet 100 war am 9. Mai während eines Demonstrationsflugs in Indonesien aus bisher ungeklärter Ursache an einem Berg zerschellt. Der Flieger gilt als Hoffnungsträger und Prestigeprodukt der russischen Luftfahrtindustrie. Experten hatten aber immer wieder über technische Probleme an der Maschine geklagt.

Derweil geht die Suche nach dem Flugdatenschreiber weiter. Der sogenannte Cockpit Voice Recorder sei beschädigt, „aber wir hoffen, dass es noch funktioniert“, sagte der Chef der Rettungskräfte, Daryatmo, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt.

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