Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525
„Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern“

Der Absturz des Germanwings-Fluges 4U 9525 löst internationale Betroffenheit aus. Bilder zeigen etliche Flugzeugteile in der Felslandschaft, Dutzende Helfer sind im Einsatz. Inzwischen wurde der Flugschreiber gefunden.
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Paris/DüsseldorfBei einem der schwersten Abstürze in der deutschen Luftfahrtgeschichte sind in Südfrankreich wahrscheinlich alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Eine Maschine vom Typ Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg nach Düsseldorf stürzte am Dienstagvormittag nahe des Ortes Digne in den französischen Alpen in schwer zugänglichem Gebiet ab. Bilder zeigen unzählige Trümmerteile in einer kargen Felslandschaft. „Es gibt keinen Überlebenden“, zitierte die Zeitung „Le Figaro“ den französischen Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies. Die Ursache des Absturzes ist völlig offen.

Einer der Flugschreiber ist aber inzwischen gefunden worden. Das sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve. Mit der Auswertung des Flugschreibers solle noch am Abend begonnen werden. Diese soll rasch Aufschluss über die Absturzursache geben.


An Bord waren laut Germanwings insgesamt 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Unter den Absturzopfern sind viele Deutsche, darunter 16 Schüler und 2 Lehrer eines Gymnasiums im westfälischen Haltern. Sie waren auf dem Rückweg von einem Austausch in der Nähe von Barcelona, wie NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck äußerten sich tief erschüttert.

Bei dem Absturz rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza wurde die Maschine völlig zerstört. „Ich habe keinen Zweifel, dass das Flugzeug gegen die Felswand geprallt ist“, zitierte die Zeitung „La Provence“ einen Augenzeugen, der Trümmer von einem Gebirgspass aus gesehen habe. Die Wucht des Aufpralls mache wenig Hoffnung auf Überlebende, sagte Innenministers Bernard Cazeneuve.

„Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern“, twitterte Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence, der die Unfallstelle überflogen hatte.

Am späten Nachmittag waren über Hunderte Einsatzkräfte und rund ein Dutzend Hubschrauber und Militärflugzeuge an der Unglücksstelle nahe des kleinen Ortes Prads-Haute-Bléone im Einsatz, wie „Le Monde“ berichtete. Eine Sporthalle des Bergortes Seyne-les-Alpes wurde nach einem TV-Bericht für die Aufbahrung von Opfern eingerichtet.

Deutschen Sicherheitsbehörden zufolge gibt es keinen Hinweis auf einen terroristischen Anschlag. Auch das Weiße Haus geht von einem Unfall aus: „Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen Zusammenhang mit Terrorismus“, sagte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der Deutschen Presse-Agentur in Washington.

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