Ärzte warnen vor Nervenschäden
Gesundheitsrisiko „Skinny Jeans“

Ihre hautengen Jeans wurden einer Frau in Australien zum Verhängnis. Sie saß zu lange in der Hocke – und schädigte so ihre Muskeln und Nerven. Sie musste aus der Hose geschnitten werden und lag vier Tage in einer Klinik.
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AdelaideModisch, aber riskant: Eine Frau in Australien hat durch langes Hocken in knallengen Jeans ihre Muskeln und Nerven geschädigt. Die 35-Jährige musste aus den Skinny Jeans geschnitten werden und vier Tage mit einer Infusion in einer Klinik bleiben. Erst dann konnte sie wieder allein laufen. Ihren Fall beschreibt das Team um Thomas Edmund Kimber von der Universität Adelaide im „Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry“ vom Dienstag.

Die Frau hatte demnach bei einem Umzug geholfen und in der Hocke gesessen, während sie Schränke ausräumte. Später am Abend spürte sie ein Taubheitsgefühl in den Füßen, stolperte und fiel hin. Über Stunden hinweg habe sie keiner in der Dunkelheit bemerkt, sagte der Neurologe Kimber der Zeitung „The Sydney Morning Herald“. Sie sei schließlich zu einer Straße gekrochen und habe ein Taxi gerufen, das sie zum Royal Adelaide Hospital gebracht habe.

Ihre Waden waren so geschwollen, dass die Hose aufgeschnitten werden musste. Sie konnte ihre Knöchel und Zehen nicht mehr richtig bewegen und hatte kein Gefühl mehr unterhalb der Knie und in den Füßen.

Die Untersuchungen ergaben: Muskel und Nervenfasern in den Unterbeinen waren durch das lange Zusammendrücken geschädigt. Die enge Jeans habe die Symptome verstärkt. „Wir waren sehr erstaunt und geschockt. Es war eine Überraschung für uns, dass jemand von der Tätigkeit, die sie beschrieb, so schwere Nerven- und Muskelschäden bekommen konnte. Die Kleidung, die sei trug war der kritische Punkt“, sagte Kimber.

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Gesundheitsrisiko „Skinny Jeans“

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Kein Grund zur Panik

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