Amokfahrt
Amokfahrer hatte Hollands Königin im Visier

Vor den Augen der niederländischen Königin Beatrix ist bei der Parade zum Nationalfeiertag ein Auto mit hohem Tempo in die Besuchermenge gerast. Dabei wurden vier Zuschauer getötet. Die Königsfamilie wurde in Sicherheit gebracht. Inzwischen hat der schwer verletzte Fahrer zugegeben: Es war ein geplanter Anschlag.

HB AMSTERDAM. Der Täter hatte am Donnerstagvormittag in Apeldoorn mit seinem Auto Absperrungen durchbrochen und war auf den Bus mit der Königin zugerast. Dabei wurden vier Zuschauer getötet und 13 weitere verletzt. Von der Begleitung der Königin war niemand darunter.

Der Kleinwagen schien genau auf den offenen Bus mit der Königin und ihrer Familie zuzuhalten und fuhr nur wenige Meter an ihm vorbei. Im Fernsehen war zu sehen, wie Kronprinz Willem-Alexander und seine Frau Prinzessin Maxima ungläubig den Vorfall vom Bus aus beobachten. Offenbar erschrocken hält sich Maxima die Hand vor den Mund, als der Wagen durch die Wartenden rast, mehrere Menschen wurden in die Luft geschleudert. Im niederländischen Fernsehen waren mehrere Personen zu sehen, die regungslos am Boden lagen. Die Königin war auf dem Weg zum Palast Het Loo in der Nähe von Apeldoorn.

Nach Angaben eines Justizsprechers war die Amokfahrt kein Unfall, sondern eine bewusste Aktion. Das Unfallfahrzeug schien schon beschädigt zu sein, als es in die Wartenden fuhr und schließlich an einem Denkmal zum Stillstand kam. Der Fahrer des Wagens wurde von der Polizei in einen Krankenwagen gebracht, wie das Fernsehen berichtete. Bei dem Mann wurde kein Sprengstoff gefunden. Das Motiv für die Tat ist noch völlig unklar.

Der Bürgermeister von Apeldoorn, Fred de Graaf, sagte alle Feierlichkeiten ab. Die Stadt Rotterdam schloss sich an und es wurde erwartet, dass die Feiern überall in den Niederlanden abgesagt werden. Der Königinnentag ist ein beliebter Feiertag in den Niederlanden, an dem es an vielen Ort oft Volksfeste gibt.

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