Anschlagsserie
Europol fahndet nach dem Ikea-Bomber

Sprengsätze in Möbelhäusern des schwedischen Ikea-Konzerns sorgten zuletzt für Schlagzeilen. Europol geht von einem Einzeltäter aus - und fahndet nun europaweit nach dem Attentäter.
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Gent/Den HaagDie Anschläge auf Ikea-Möbelhäuser in mehreren europäischen Ländern gehen nach Einschätzung von Europol auf das Konto eines einzigen Täters. Die europäische Polizeibehörde veröffentlichte am Freitagabend die Beschreibung eines Verdächtigen, der zwischen 35 und 45 Jahren alt sein soll. Auf seiner Internetseite zeigt Europol ein Foto, auf dem ein dunkelhaariger Mann mit Sonnenbrille ein Möbelhaus betritt. 

Der Mann sei vor den Explosionen von Überwachungskameras im niederländischen Eindhoven sowie im belgischen Gent gefilmt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Zudem hätten Zeugen den mutmaßlichen Täter weglaufen sehen. 

„Der Täter ist vermutlich in allen Fällen derselbe“, schrieben die Fahnder. Europol ruft die Bevölkerung nun zur Mithilfe auf, den Verdächtigen zu identifizieren.

In mehreren Filialen des schwedischen Möbelriesen in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Deutschland sind in den vergangenen Monaten kleine Sprengsätze explodiert. „Die Bauteile detonierten; sie verletzten Menschen und richteten Sachschaden an - einer hätte möglicherweise tödlich sein können“, schrieb Europol. In Dresden wurden bei einem Anschlag am 10. Juni zwei Kunden leicht verletzt. 

Erst vergangene Woche ereignete sich ein Vorfall in der tschechischen Hauptstadt Prag, wo Experten der Polizei einen Sprengsatz vor einer Ikea-Filiale entschärfen konnten. 

Die Hintergründe der Taten sind unklar, die belgische Staatsanwaltschaft geht von Erpressung aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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