Attacke am Düsseldorfer Hauptbahnhof
Axt-Angreifer offenbar psychisch erkrankt

Im Düsseldorfer Hauptbahnhof sind mindestens sieben Menschen durch eine Axt-Attacke verletzt worden. Der Täter wurde auf der Flucht gefasst. Einen terroristischen Hintergrund schließt die Polizei mittlerweile aus.
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DüsseldorfNach der Axt-Attacke im Düsseldorfer Hauptbahnhof mit einer Reihe von Verletzten gehen die Ermittler von einem einzelnen Täter mit psychischen Problemen aus. „Wir gehen von einer Einzeltat aus“, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei am Freitagmorgen. Eine mögliche Mittäterschaft der beiden weiteren festgenommenen Männer habe sich nicht bestätigt. Er machte keine Angaben darüber, ob sie inzwischen wieder auf freiem Fuß sind.

Alles deute auf eine medizinisch-psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters hin, der am Donnerstagabend wohl wahllos mit einer als Axt beschriebenen Tatwaffe auf Reisende eingeschlagen hatte. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei gibt es keinen terroristischen Hintergrund der Tat. Die Ermittlungen in dem Fall laufen. Am Freitagvormittag fuhren die Züge am Düsseldorfer Hauptbahnhof wieder ohne Einschränkungen.

Am Tag nach dem schockierenden Ereignis gab es Erleichterung darüber, dass keine Todesopfer zu beklagen sind. „Keiner der Verletzten ist gestorben“, sagte der Polizeisprecher. Wie viele Menschen verletzt wurden und wie schwerwiegend die Verletzungen sind, nannte er nicht. Die Verletztenzahl variiere noch. Kurz nach der Gewalttat war von sieben Verletzten die Rede, darunter drei Schwerverletzte. Ebenfalls schwer verletzt ist der mutmaßliche Täter, weil er bei seiner Flucht von einer Brücke mehrere Meter hinab auf eine Straße sprang.

Der 36-Jährige hatte am Donnerstagabend erst in einer S-Bahn, dann im Bahnhof auf Passanten eingeschlagen. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und kam ebenfalls in eine Klinik. Er stamme aus dem ehemaligen Jugoslawien und wohne in Wuppertal, hieß es. Alles deute auf eine medizinisch-psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters hin, erläuterte der Polizeisprecher. Nach den bisherigen Erkenntnissen gebe es keinen terroristischen Hintergrund.

Der Hauptbahnhof der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen war am Donnerstagabend gesperrt worden. Züge fielen aus oder wurden umgeleitet. Die Polizei rückte mit schwer bewaffneten Spezialkräften an, der Bahnhof wurde evakuiert. Über dem Gebäude in der Innenstadt kreiste ein Hubschrauber. Augenzeugen beobachteten, wie Verletzte aus dem Bahnhof getragen wurden. Etliche Menschen wurden in Einsatzbussen der Feuerwehr behandelt. Erst nach Mitternacht fuhren wieder Züge.

Größere Störungen im Berufsverkehr durch die Sperrung blieben am Freitagmorgen aus. „Momentan fahren die Züge planmäßig“, sagte eine Sprecherin der Bahn. Am Freitagmorgen strömten durch den Düsseldorfer Hauptbahnhof wie gewohnt Pendler und Reisende. Wenige Stunden nach der Gewalttat waren weder Spuren noch Absperrungen zu sehen.

In der Vergangenheit hatte es in Deutschland mehrfach Axtattacken von geistig verwirrten Tätern gegeben. Im vergangenen Juli hatte ein 17-jähriger Asylbewerber - mit Axt und Messer bewaffnet – in einer Regionalbahn bei Würzburg auf Fahrgäste eingeschlagen. Fünf Menschen wurden damals verletzt. Polizisten erschossen den Attentäter, der sich in einem Video als Kämpfer des IS bezeichnet hatte. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und gab sich als Afghane aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Da ich in mehreren Kommentaren benannt wurde, antworte ich nun aus ökonomischen Gründen allen Verfassern in einem Kommentar.

    Sie sprechen so oft von den Realitäten. Einverstanden. Dann nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass es in der Welt nicht nur schwarz und weiß gibt.

    Hat die Politik Fehler gemacht? Ja.
    Haben die Politik und Medien mit einer falsch verstandenen political correctness zum Unmut in der Bevölkerung beigetragen? Ja.
    Sind unter 1 Millionen Flüchtlinge auch radikale Spinner? Natürlich. Es wäre naiv dies nicht zu glauben.
    Schafft massive Zuwanderung Probleme? Ja

    Sind alles Terroristen? Nein.
    Wird ein Land mit ca. 82.000.000 Einwohnern durch 2 Millionen Zuwanderer islamisiert? Bestimmt nicht.
    Stehen Asylbewerbern soziale Leistungen zu? Ja
    Sind alle Medien Lügner? Nein
    Sind alle Anschläge und Missstände einer Bundeskanzlerin zuzuordnen? Nein
    Hat jedes Thema mit Flüchtlingen und der Politik zu tun? Nein

    Nutzt die AFD Ängste der Bevölkerung aus? Ja
    Kann die AFD differenzieren? Nein
    Erinnert die Sprache einiger AFD Funktionäre an die der Rechtsradikalen? Absolut.
    Lässt ein AFD Funktionär, gelernter Geschichtslehrer, ausländerfeindliche Sprüche ab? Ja
    Anstand? Nö

    Müssen wir zurück zum Nationalstaat und die Grenzen zumachen? Was glaubt ihr eigentlich wie wir unseren Wohlstand erwirtschaftet haben??

  • @Herr Marcel Europaeer 10.03.2017, 13:25 Uhr

    in Abwandlung: Sie sehen den Wald vor lauter "Einzelfällen" nicht....

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