Auf Erdrutsch aufgefahren
Personenzug in der Schweiz entgleist

Mindestens ein Waggon stürzte in die Tiefe, weitere hängen noch über dem Abgrund: In der Schweiz ist ein Zug entgleist. Über Opfer wurde bislang nichts bekannt. Schuld sein soll ein Erdrutsch, auf den die Bahn auffuhr.
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Genf Wegen eines Erdrutsches ist ein Zug im Schweizer Kanton Graubünden entgleist. Nach Berichten von Online-Medien stürzten einige der Wagen in eine Schlucht. Das Unglück hatte sich laut dem Schweizer Tagesanzeiger auf der Zugstrecke zwischen Solis und Tiefencastel gegen 13 Uhr. Der Zug der Rhätischen Bahn war unterwegs von St. Moritz nach Churist gewesen als er laut den Berichten auf einen Erdrutsch auffuhr und entgleiste.

Leserbilder auf österreichischen News-Portalen zeigen den Erdrutsch hinter der Lokomotive. Der offenbar erste Waggon liegt einige Meter unterhalb des Gleises. Ein weiterer hängt in der Luft. „Zwei Waggons hängen im Wald. Das Gleis ist gleich hinter der Lok weggerutscht. Die Rega [Schweizer Rettungsflugwacht, Anmerk. der Redaktion] fliegt die Leute raus“, zitiert der Schweizer „Blick“ einen Augenzeugen.

Insgesamt 50 bis 100 Die Rettungskräfte sollen im Einsatz sein, ebenso wie mindestens vier Rettungshelikopter. Zusätzliche Rettungskräfte befinden sich laut Polizei auf dem Weg zur Unfallstelle. Der Tagesanzeiger zitiert den Sprecher eines nahe gelegenen Krankenhauses. „Opfer des Zugunglücks werden per Helikopter und mit Ambulanzen zu uns gebracht." Zur Zahl der Betroffenen und zur Schwere der Verletzungen konnte er keine Angaben machen.

Seit Dienstagabend hat es in der Region starke Regengüsse gegeben. Bis heute Mittag verzeichnete Meteonews für die vergangenen 18 Stunden an der nahe gelegenen Messstation Piz Martegnas 60 Milimeter Regen pro Quadratmeter.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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