Aufregung am Bahnhof Konstanz
Kofferbomben hätten angeblich verheerende Wirkung gehabt

Die Hintergründe der vermeintlichen Anschlagsversuche von Dortmund und Koblenz in zwei Regionalzügen bleiben weiter unklar. Doch die Nervosität an den Bahnhöfen bleibt groß. Am Sonntag wurde der Konstanzer Bahnhof nach dem Fund von zwei herrenlosen Koffern kurzzeitig wegen Bombenverdachts gesperrt. Als erstes Bundesland zieht Hamburg nach den Bombenfunden Konsequenzen.

HB KONSTANZ. Aufatmen in Konstanz am frühen Abend: Der Verdacht auf Kofferbomben bei den beiden Gepäckstücken bestätigte sich nicht. In den beiden Gepäckstücken wurde kein Sprengstoff entdeckt, wie ein Sprecher der zuständigen Bundespolizei am Sonntag berichtete. Die Polizei hatte den Bahnhof am Nachmittag etwa zwei Stunden lang weiträumig abgeriegelt, weil die Gepäckstücke bereits seit sieben Tagen in zwei Schließfächern gelegen hatten.

Beim Röntgen der beiden Gepäckstücke in Konstanz hatten Experten in einem Koffer neben Kleidung auch ein elektronisches Bauteil entdeckt, das sich jedoch als Blutdruck-Messgerät entpuppte. „Der andere Koffer enthielt lediglich Kleidungsstücke - wie ein ganz normaler Reisekoffer“, sagte der Sprecher.

Rund um den Bodensee kam es auf Grund der Sperrung während der Haupturlaubszeit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, wie der Sprecher berichtete. Mitarbeiter der Bahn hatten am Nachmittag entdeckt, dass die beiden Gepäckstücke seit Tagen nicht abgeholt worden waren. Die Aufbewahrungsanlage auf dem Konstanzer Bahnhof steht auf einem Bahnsteig, nicht in der Bahnhofshalle selbst.

Anfang der Woche hatte es auf den Bahnhöfen in Dortmund und Koblenz Bombenalarm gegeben. Dort waren zwei Kofferbomben gefunden worden. Die Hintergründe dieser Taten bleiben bislang unklar. Beide hätten laut einem Magazinbericht bei einer Explosion verheerenden Schaden angerichtet. Wie der „Focus“ am Wochenende unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, ermittelten Kriminaltechniker bei den in Dortmund und Koblenz gefundenen Sprengsätzen einen Wirkungsradius von 100 Metern. Außerdem wären die beiden Züge dem Bericht zufolge entgleist.

Dagegen schreibt der „Spiegel“, die Fahnder seien sich weiterhin nicht sicher, ob die Bomben funktioniert hätten. Die Ermittlungen, die auf einen möglichen islamistischen Hintergrund zielten, brachten den Berichten zufolge zunächst keine heiße Spur.

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