Autos im Fluss
Brücke über Mississippi stürzt ein

Der Einsturz einer Schnellstraßen-Brücke über dem Mississippi hat am Mittwochabend in Minneapolis mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Viele Autos und Lastwagen, die auf der mehrspurigen Straße im Feierabendverkehr unterwegs waren, stürzten in den Fluss.

HB MINNEAPOLIS. Die etwa 150 Meter lange Brücke aus Stahl und Beton im US-Bundesstaat Minnesota brach nahezu komplett ein. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Hinweise auf einen Anschlag gab es dem US-Heimatschutzministerium zufolge nicht. Bürgermeister Tim Pawlenty sprach am späten Abend von sechs Getöteten. „Dies ist eine Katastrophe von historischem Ausmaß“ sagte er. In örtlichen Medien war zudem von mehr als 20 Verletzten die Rede. Die Rettungsdienste gingen davon aus, dass sich bis zu 100 Fahrzeuge zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Brücke im Zentrum der Stadt befanden. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigt.

Der Einsturz der Brücke hat auch wirtschaftliche Folgen: Einer der zentralen Transportweg für Getreide im Wert von Milliarden von Dollar über den Mississippi wurde dadurch gestoppt. Ein Sprecher der US-Küstenwache sagte am späten Mittwochabend, die Wasserstraße sei auf acht Kilometern in beiden Richtungen vom Ort des Unglücks im Bundesstaat Minnesota aus gesperrt worden. Der Verkehr auf dem Mississippi zu den Verladeterminals an der Golfküste in Louisiana ist um diese Jahreszeit allerdings noch vergleichsweise gering, da die Haupterntezeit im September liegt. Die USA sind der weltgrößte Exporteur von Mais, Sojabohnen und Weizen.

Die Brücke führte in etwa 20 Metern Höhe über den Fluss und wurde 1967 erbaut. Sie wurde seit einigen Monaten repariert. Behördenvertretern zufolge wurde sie von etwa 200 000 Fahrzeugen pro Tag befahren. Nach dem Einsturz lagen viele Brückenteile nicht vollständig unter Wasser. Auf ihnen standen noch Fahrzeuge, von denen einige halb überflutet waren. Eine Augenzeugin sagte, sie haben Menschen im Wasser schwimmen sehen, die auf der Suche nach Hilfe waren. Rettungsboote und Taucher suchten nach dem Unglück den Fluss ab.

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