Besatzung soll Schwarzen Seehecht gefangen haben
Fischkutter nach Jagd über 7000 Kilometer gestellt

Nach einem dramatischen Verfolgungsmarathon über mehr als 7000 Kilometer haben australische und südafrikanische Behörden einen verdächtigen Fischkutter aus Uruguay aufgebracht. Die Besatzung der „Viarsa“ soll in australischen Gewässern illegal mehr als 80 Tonnen des wertvollen Schwarzen Seehechts gefangen haben.

HB/dpa SYDNEY. Dass der Trawler nach 20 Tagen Flucht 3600 Kilometer südwestlich von Kapstadt gestellt werden konnte, sei „ein klares Signal, dass Australien illegalen Fischfang nicht duldet“, sagte Justizminister Chris Ellison am Donnerstag. Die Jagd gilt als die längste in der australischen Seefahrtgeschichte. Im vergangenen Jahr war ein russischer Trawler nach 6100 Kilometern gestoppt worden.

Die Regierung Uruguays forderte Australien in einer ersten Reaktion auf, die Rechte des Schiffseigners, des Kapitäns und der Mannschaft zu wahren. Außenminister Didier Opertti sagte, der Trawler sei geentert worden, nachdem die Behörden Uruguays bereits die Rückkehr in den Heimathafen angeordnet hätten. „Deshalb behalten wir uns das Recht vor, den Fall von der Justiz Uruguays untersuchen zu lassen“, sagte der Minister weiter.

Nachdem ein australisches Patrouillenboot vor drei Wochen in antarktischen Gewässern die Verfolgung der „Viarsa“ aufgenommen hatte, beteiligten sich auch Südafrika und Großbritannien mit Schiffen an der Jagd. Die Besatzung des Trawlers wurde laut Ellison festgenommen und soll zusammen mit ihrem Kutter in den westaustralischen Hafen Fremantle gebracht werden.

Der Schwarze Seehecht gilt als teure Delikatesse. In japanischen oder amerikanischen Restaurants kostet die Portion umgerechnet bis zu 50 Euro.

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