Boeing-Absturz in Russland
Unglücksflughafen bleibt vorerst geschlossen

Was geschah in der Sturmnacht am Flughafen von Rostow am Don ? Nach dem Absturz einer Boeing 737 sind die Flugschreiber der Maschine nach Moskau gebracht worden. Der Airport in Rostow bleibt zunächst geschlossen.

Rostow am DonNach dem Absturz einer Passagiermaschine aus Dubai in Südrussland sind deren Flugschreiber nach Moskau gebracht worden. Dort könnten Experten schon ab Sonntagnachmittag beginnen, die Daten auszulesen, sagte ein Vertreter der russischen Sicherheitsbehörden der Agentur Interfax.

Die Boeing 737-800 der Gesellschaft FlyDubai hatte am Samstagmorgen versucht, bei starkem Sturm auf dem Flughafen Rostow am Don zu landen. Eine Explosion riss alle 62 Insassen in den Tod, darunter 55 Passagiere. 44 von ihnen waren Russen. Das russische Verkehrsministerium erklärte, der Airport werde wohl bis Montagmorgen geschlossen bleiben. Die Explosion des Flugzeugs habe ein Loch in die Landebahn gesprengt, das repariert werden müsse.

Vor dem Unglück hatten nach ersten Ermittlungen offenbar mehrere Maschinen große Schwierigkeiten, auf dem Flughafen zu landen. Ein Flieger habe nach drei gescheiterten Versuchen einen anderen Airport ansteuert, hieß es. Warum die Unglücksmaschine nicht umgeleitet wurde, war zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben des Online-Flugdienstes Flightradar24 probierten die Piloten zunächst erfolglos eine Landung, drehten dann Warteschleifen und kehrten schließlich zu dem neuen Landeversuch zurück. Dann sei der Kontakt abgebrochen. Videoaufnahmen zeigten, dass die Boeing in steilem Winkel mit der Flugzeugnase voran zu Boden stürzte und explodierte.

Der Absturz könnte durch Seitenwindböen, aber auch durch einen technischen Defekt verursacht worden sein. Einige andere Flugzeuge, die in der Sturmnacht in Rostow landen sollten, waren auf den Flughafen von Krasnodar umgeleitet worden. In Dubai sagte der Chef der Fluglinie, Gaith Al Gaith, er wisse nicht, ob der Tower dem Piloten einen Ausweichflughafen vorgeschlagen habe.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, sie werde das Verhalten der Fluglotsen überprüfen. Der Leiter der russischen Luftfahrtbehörde, Alexander Neradko, sagte, es gebe keinen Grund, am Verhalten des Towerpersonals zu zweifeln. Die Entscheidung über eine Landung liege beim Piloten.

Agentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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