Chemie-Katastrophe in Ungarn
Vier Tote durch toxische Schlammlawine

In Ungarn ist es zum schwersten Chemie-Unfall der Landesgeschichte gekommen. Am Auffangbecken einer Aluminiumfabrik brach ein Damm und flutete fünf Dörfer in der Umgebung. Der ausgetretene Schlamm ist giftig und offenbar sogar ätzend.
  • 0

HB BUDAPEST. Mehrere hundert Kubikmeter Giftschlamm aus einer Aluminiumfabrik haben die westungarische Ortschaft Kolontar überschwemmt. Mindestens vier Menschen wurden getötet, unter ihnen ein Säugling, berichteten ungarische Medien am Dienstag. Sieben weitere Bewohner der Ortschaft gelten als vermisst, 113 wurden verletzt. Der Industrieschlamm war am Montag aus bisher noch nicht geklärten Gründen aus dem Gelände der Aluminiumfabrik MAL AG ausgetreten. Nach Medienberichten ist das die bisher größte Chemie- Katastrophe in Ungarn.

Die Schlammlawine durchbrach einen Damm, ergoss sich in einen Bach und vermengte sich mit dem Hochwasser, das schon seit mehreren Tagen die Gegend heimsucht. Die giftige Masse überschwemmte den Ort Kolontar und fünf benachbarte Ortschaften. Hunderte Häuser waren betroffen. 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden sei vorerst noch nicht zu ermessen, hieß es in den Medienberichten.

Kommentare zu " Chemie-Katastrophe in Ungarn: Vier Tote durch toxische Schlammlawine"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%